Ernte. Dank.
Wertschätzung für das, was dennoch gewachsen ist
Das heurige Jahr erinnert uns daran, dass gute Ernten keine Selbstverständlichkeit sind und wie kostbar unsere Lebensmittel eigentlich sind.

Würdigung. „Erntedank“ ist ein schönes Wort. Es bedeutet nicht, dass wir die perfekte Ernte feiern. Es bedeutet, dass etwas geworden ist. Genug, um Danke zu sagen.
Wer hätte gedacht, dass wir einmal so sehnsüchtig auf Regen warten würden wie heuer? Dass wir Wetterberichte studieren, Wolken beobachten und hoffen, dass sie nicht wieder knapp an uns vorbeiziehen?
Erntedank hat in diesem Jahr eine andere Bedeutung als bisher. Denn eine gute Ernte ist nicht mehr selbstverständlich. Trockenheit, Wetterextreme und unsichere Bedingungen machen deutlich, dass viel von dem, was täglich auf unseren Tellern landet, von Faktoren abhängt, die wir nicht kontrollieren können.
Gerade die Gastronomie weiß, was das bedeutet. Denn jede regionale Spezialität, jede saisonale Empfehlung hat seinen Ursprung auf unseren Feldern. Und wenn die Ernte knapp ausfällt, spüren das nicht nur landwirtschaftlichen Betriebe, es betrifft die ganze Lebensmittelkette. Gastronomie und Landwirtschaft sind enger miteinander verbunden als wir das in unserem modernen Alltag noch wahrnehmen.
Es ist etwas gewachsen
Und dennoch: Die Felder haben etwas getragen. Die Wiesen sind ein wenig gewachsen. Die Keller und Vorratskammern sind nicht ganz leer geblieben. Es geht uns oft besser, als wir glauben. Erntedank erinnert uns daran, nicht nur auf das zu schauen, was fehlt, sondern auf das, was da ist. Auf das, was gewachsen und gelungen ist.
Vielleicht ist derzeit nicht immer alles in perfekter Qualität verfügbar. Vielleicht sind die Karotten heuer nicht perfekt gerade, sondern haben mehrere krumme Beine, weil kein Tiefenwachstum möglich war aufgrund des trockenen harten Bodens. Vielleicht ist die Gurke krumm. Vielleicht sind Erdäpfel kleiner oder nicht so gleichförmig. Sie sind trotzdem dank dem täglichen Einsatz der Bauern und Bäuerinnen entstanden, die aus einem Samenkorn, einem gesunden Boden, etwas Regen und Sonne und viel Arbeit und Geduld die Grundlage für jedes gute Gericht am Teller schaffen.
Und vielleicht ist Erntedank deshalb vor allem ein Tag der Wertschätzung. Oft sehen wir nur das fertige Produkt. Erntedank lädt uns ein, auch zu würdigen, was davor liegt. Und dass genau das nicht selbstverständlich ist.

Werfen Sie einen Blick auf das.jahr.der.biobaeuerin, was unsere Bio-Bäuerinnen zum Erntedank zu sagen haben.
Ihr NaHtürlichbio-Team




